„Ich habe meine Vermieterin um eine Heizung gebeten – und wurde ausgelacht“

Herr S. ist 84 Jahre alt, geschieden und lebt seit 20 Jahren allein in einem Vorort von München. Die 64 qm große Wohnung verfügt nur über einen Kachelofen in der Stube. „Früher habe ich immer Holz gehackt um einzuheizen, aber das schaffe ich in meinem Alter einfach nicht mehr“, so Herr S. betrübt. Der ehemalige Handwerker sprach seine Vermieterin auf den Einbau einer Heizung an. „Daraufhin hat sie mich jedoch nur ausgelacht und gesagt, dass ich gerne ausziehen kann, wenn ich hier nicht mehr zufrieden bin.“. Anstatt dem bedürftigen älteren Herrn zu helfen, bekam er eine Mieterhöhung.

Hohe finanzielle Belastung durch Stromrechnung

Aus Angst vor einer Kündigung traute sich der Rentner nicht mehr die Vermieterin auf den Einbau einer Heizung anzusprechen. Seine herzlose Vermieterin ist übrigens auf kommunaler Ebene in der Politik tätig ist und wurde dieses Jahr mit einer Verdienstmedaille für ihren ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. Unfassbar. Seit Jahren heizt Herr S. nun mit elektrischen Heizlüftern, seine Stromrechnung ist dementsprechend hoch – knapp 200 € zahlt Herr S. allein für die Beheizung pro Monat. „Aufgrund meiner Erkrankungen bin ich auf tägliche Wärme in der Wohnung angewiesen“,
so Herr S. „Mein größter Wunsch ist eine warme Wohnung und finanzielle Mittel, damit ich meine Medikamente bezahlen kann.“
Mit 84 Jahren auf Wohnungssuche

In seiner Not wandte sich der Rentner mit seinen Sorgen an den Verein „Ein Herz für Rentner“. „Die Wohnsituation von Herrn S. ist einfach unerträglich. Wie die Vermieter mit dem alten, kranken Rentner umgehen, ist einfach nur beschämend“, so Vereinsgründerin Sandra Bisping. Der Verein unterstützte ihn noch am selben Tag mit einer monatlichen Patenschaft von 38 Euro, einer Soforthilfe zum Leben sowie einer neuen Brille.