Altersarmut in München steigt rapide an

Bundesweit sind etwa 5,7 Millionen Menschen von Altersarmut betroffen – rund 80 Prozent davon Frauen. Die Folge: Immer mehr Menschen arbeiten über das Rentenalter hinaus. Laut Statistischem Bundesamt hat 2016 so jeder Neunte der 65- bis 74-Jährigen seine Rente aufgebessert! In München leben mehr als 20 000 Rentner am Existenzminimum. Rentner, deren Netto-Einkommen unter 958 monatlich liegt, sind von Altersarmut betroffen.


Bedarf an Grundsicherung um 25 Prozent gewachsen

Immer mehr Münchner beantragen zudem Grundsicherung im Alter. Laut statistischem Bundesamt hat sich Zahl der Senioren, die neben ihrer Rente auf Grundsicherung angewiesen sind in den vergangen Jahren verdoppelt. Allein in München beziehen 19942 Rentner Grundsicherung. Der Grund liegt unter anderem an den hohen Lebenshaltungs-kosten in der Landeshauptstadt. Laut dem  Forschungsunternehmen Prognos AG ist in München ein Euro Rente 23 Prozent weniger wert als im Bundesschnitt!

Armutsrisiko – ein Ausblick

Obwohl die Rentenkassen gut gefüllt sind, profitieren Geringverdiener kaum von der nächsten Rentenerhöhung. Und die Zukunftsaussichten sind leider auch desaströs! Laut Bertelsmann-Stiftung wird das Armuts-Risiko für die geburtenstarken Jahrgänge der 50er- und 60er- Jahre von aktuell 15 auf 20 Prozent ansteigen.


Ein Herz für Rentner e.V. hilft

Gemeinsam für mehr Würde im Alter – so lautet das Motto unseres Münchner Vereins „Ein Herz für Rentner“. Wir unterstützen Rentner ab 60 Jahren, deren Geld nicht für das Nötigste ausreicht. Zudem setzt er sich aktiv gegen Einsamkeit im Alter ein. Finanziert wird der Verein ausschließlich über Spenden. „Beinahe täglich erreichen uns Anträge auf Unterstützung“, sagt die Vereinsvorsitzende Sandra Bisping, die auch Rentnerin Elfriede Hartmann finanziell unter die Arme greift.